Oper von Henry Purcell und Ralph V. Williams; Einführung eine halbe Stunde vor Beginn

Eintrag vom: 09.09.2016 15:11 Uhr

Englische Opern gehören nach Coburg wie Mohr und Veste. Spätestens seit jener Jahrhundert-Hochzeit zwischen Prinz Albert und Victoria von England gilt die nicht so nah am Wasser gebaute Vestestadt zu Recht als kulturverwandt mit dem vom Meer umtosten
Inselreich.

Nach den Erfolgen von „King Arthur" (Henry Purcell) und „Savitri" (Gustav Holst) stehen sich nun zwei englische Werke an einem Abend gegenüber, deren Musik ebenso schön wie geheimnisvoll ist. In der Barockoper wie im gruselig-fantastischen Einakter des frühen 20. Jahrhunderts haben verborgene Mächte das Sagen. Purcell zeichnet das kurze Glück eines Liebespaares nach, das von einer bösen Hexe um sein Glück gebracht wird. Die Zauberin vergällt Dido und Aeneas ein gemeinsames Leben. Seinen Dienstpflichten gehorchend, macht sich Aeneas schließlich auf den Seeweg nach Italien. Die verlassene Dido hingegen begeht Selbstmord.

Auch Maurya, eine ältere irische Inselbewohnerin in Ralph Vaughan Williams' Oper „Riders to the Sea" verliert ihr Glück an das Meer. Ihre sechs Söhne finden den Tod in den Wellen. Durch diesen tragischen Moment verbinden sich die beiden 250 Jahre voneinander
entfernten Werke auf magische Weise miteinander. Das Meer und die Wellen stehen für ein scheinbar unbezwingbares Schicksal, dass dennoch seinen Schrecken verlieren kann. Mutter Maurya sagt ganz am Ende: „ Jetzt hat mir das Meer alles genommen, nun kann es mir nichts mehr anhaben."

Landestheater Coburg
Bild: Landestheater Coburg

Eigenschaften

  • Bei Schlechtwetter geeignet

Diese Veranstaltung findet statt

  • 17.11.2016 19:30 Uhr