Volksstück von Fitzgerald Kusz

Eintrag vom: 03.07.2019 12:11 Uhr

Eine fränkische Familie feiert die Konfirmation des einzigen Sohnes. Nach der kirchlichen Zeremonie hat man sich zum Festessen versammelt – die ganze Familie mit Onkel, Tante, Cousine und weiteren Bekannten. Nur der Pfarrer lässt sich zum Leidwesen der Mutter nicht blicken. Zwischen Leberknödelsuppe und Festbraten wird viel geredet und der Alkohol fließt in Strömen. Nach und nach entgleitet die Atmosphäre, Konflikte zwischen den Familienmitgliedern werden hochgespült und die Anwesenden machen aus ihren Herzen keine Mördergrube. Nur Fritz, der Konfirmand, kommt nicht zu Wort …

In seinem Klassiker „Schweig, Bub!“ lässt Fitzgerald Kusz eine Konfirmationsfeier in valentineskem Ausmaß eskalieren. Ganz in der Tradition des modernen Volkstheaters schaut Kusz seinen Protagonisten aufs Maul und ihre kleinbürgerliche Fassade fällt in sich zusammen. Seit seiner Uraufführung vor rund vierzig Jahren hat „Schweig, Bub!“ in unzähligen Fassungen die Bühnen erobert und wurde erfolgreich verfilmt. Jetzt hat der renommierte Autor, der 1944 in Nürnberg geboren wurde und mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet ist, u.a. 1988 mit dem Kulturpreis der Stadt Nürnberg und 2017 mit dem Bayerischen Poetentaler, seinen Text noch einmal ganz neu überarbeitet. Im Großen Haus eröffnet das Schauspiel die Spielzeit mit seiner Komödie in einer Inszenierung des Schauspieldirektors Matthias Straub; an seiner Seite – ganz nach dem Motto „Never change a winning team“ – für das Bühnenbild Till Kuhnert und für die Kostüme Carola Volles.

Großes Haus
Bild: Andrea Kremper

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