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VHS-Film der Woche

Eintrag vom: 16.06.2022 10:25 Uhr

Ein kleines ostdeutsches Provinzstädtchen im Jahr 1999 kurz vor dem Millennium-Wechsel. Die Menschen haben schon viele Umbrüche hinter sich, weitere stehen bevor. Gudrun (Corinna Harfouch) feiert heute ihren 60. Geburtstag, in einem alten, verfallenen Herrenhaus, das zu DDR-Zeiten als Kinderheim genutzt wurde, in dem auch sie selber elternlos aufgewachsen ist. Eine schwierige Geschichte zwischen Wehmut und Nostalgie. Zur Geburtstagsfeier reist auch Gudruns Tochter Lara (Birte Schnöink) aus Berlin an. Sie ist mit dem Stiefvater aufgewachsen, über ihren leiblichen Vater wollte die Mutter nie sprechen, entsprechend angespannt ist das Verhältnis zwischen Mutter und Tochter. Ausgerechnet während der Feier erfährt Gudrun, dass das ehemalige Kinderheim an finanzkräftige Investoren verkauft werden soll, die es zum Hotel ausbauen wollen: Eine wirtschaftliche Perspektive für die strukturarme Region oder Ausverkauf der eigenen Geschichte? Über diese Frage scheiden sich die Geister im Ort. Während Gudrun in den nächsten Tagen alles daran setzt, das Kinderheim als Gemeinde- und Begegnungszentrum für alle Bewohner zu erhalten, macht sich ihre Tochter Lara auf die Suche nach ihrem Vater und einer Erklärung für die unnachgiebige Härte ihrer Mutter ..

Bleiben oder Gehen? Kommunismus oder Kapitalismus? Ausverkauf oder Bewahren? Ein kleiner Ort im Osten Deutschlands, zehn Jahre nach dem Fall der Mauer. Eine schwierige Mutter-Tochter-Beziehung. Ganz ohne Schuldzuweisungen und Weinerlichkeit spürt Katharina Marie Schubert in ihrem Spielfilmdebüt "Das Mädchen mit den goldenen Händen" als Drehbuchautorin und Regisseurin der Frage nach, warum der Graben zwischen dem Osten und dem Westen Deutschlands noch immer so tief ist. Gesellschaftliche Probleme spiegelt sie auf raffinierte Weise in Familienstrukturen, denn der klassische Konflikt zwischen den Generationen wird hier durch den Konflikt zwischen den Systemen und Weltanschauungen verschärft. Das Debüt der renommierten Theater- und Kinoschauspielerin Katharina Marie Schubert ist prominent besetzt, unter anderem mit Corinna Harfouch ("Der Untergang", "Im Winter ein Jahr"), Jörg Schüttauf ("Stasikomödie", TV-Serie "Tatort"), Peter René Lüdicke ("Whatever Happens Next"), Gabriela Maria Schmeide ("Systemsprenger", "Frau Müller muss weg") und Newcomerin Birte Schnöink ("Am Ende ist man tot", "Das Mädchen und die Spinne"). Gedreht wurde von Ende Januar bis Anfang März 2020 in Zeitz und Umgebung, und in Berlin.

VHS-Film der Woche
Bild: © Utopolis / © Oliver Hess

Eigenschaften

  • Bei Schlechtwetter geeignet

Eintritt

Diese Veranstaltung findet statt

  • 05.07.2022 19:30 Uhr