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Operette in drei Akten von Johann Strauß (Sohn) Text von Victor Léon und Leo Stein, für die Bühne bearbeitet von Adolf Müller (jun.) Bearbeitung für Kammerorchester von Michael Rot

Eintrag vom: 15.11.2021 11:03 Uhr

Der eine hat’s, der andere nicht: das berühmte Wiener Blut. Nachdem die Gräfin und temperamentvolle Wienerin Gabriele ihren braven Biedermann Graf Balduin von Zedlau sitzengelassen hat, mutiert der Gesandte des Kleinstaates Reuß-Greiz-Schleiz zum Don Juan: Er bandelt nicht nur mit der Tänzerin Cagliari, sondern auch mit Pepi Pleininger, der Freundin seines Dieners, an. Gabriele kehrt eifersüchtig zurück und der Graf hat alle Hände voll zu tun, seine Liebschaften auseinander- und voreinander geheim zu halten. Als auch noch sein Vorgesetzter Fürst Ypsheim-Gindelbach, der Premierminister von Reuß-Greiz-Schleiz, auftaucht, ist das Chaos perfekt …

Johann Strauß‘ (1825-1899) letzte Operette, die er gemeinsam mit Adolf Müller aus früheren Kompositionen zusammenstellte und die erst nach dem Tod des gefeierten Walzerkönigs in Wien uraufgeführt wurde, avancierte dennoch zu einem der beliebtesten und erfolgreichsten Klassiker des Genres. Mit unsterblichen Melodien wie „Draußt in Hietzing gibt’s a Remasuri“, „Grüß dich Gott, du liebes Nesterl“ und dem titelgebenden Walzer „Wiener Blut“ entfaltet sich der unwiderstehliche Wiener Charme im Dreivierteltakt, bei dem kein Fuß ruhig bleibt. Die Autoren der „Lustigen Witwe“ schufen dazu ein vor Witz und Esprit sprühendes Libretto voller Verwicklungen und Intrigen.

Die junge Regisseurin Jasmin Sarah Zamani, die u. a. mit großem Erfolg „Häuptling Abendwind“ und „Status Quo“ am Theater Hof inszenierte, wird diesen Liebesreigen vor dem Hintergrund des Wiener Kongresses mit viel Humor, Tempo und augenzwinkernder Ironie auf die Bühne bringen.

Wiener Blut
Bild: Annemone Taake

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