Geschlossene Gesellschaft
Drama von Jean-Paul Sartre
Eintrag vom: 27.01.2026 15:56 Uhr
Drama von Jean-Paul Sartre; Deutsch von Hinrich Schmidt-Henkel
Inès, Estelle und Garcin finden sich nach ihrem Tod in einem Raum wieder, der keinen Ausgang kennt – ohne Fenster, ohne Spiegel, ohne Entkommen. Kein Feuer, keine Folterwerkzeuge, und doch ist dieser Ort zweifellos die Hölle. Jede Hoffnung auf Erlösung zerschellt am Blick der anderen. Was wie ein harmloser Raum erscheint, entpuppt sich als Labor der Macht, denn: Die drei Figuren sind Gefangene eines Systems von Bewertung, Unterwerfung und Hierarchie, das längst in ihren Körpern und Gedanken weiterlebt. Jeder Blick wird zur Waffe, jede Geste zur Anklage, jede Erinnerung zum Beweisstück. So werden die drei einander zu ihren eigenen Folterknechten.
Sartres "Geschlossene Gesellschaft" als Grundlage eines politischen Experiments, verdeutlicht heute mehr denn je die Kontrollmechanismen einer patriarchalen Gesellschaft. Was bedeutet Identität in einer Welt, in der wir uns nur im Auge des anderen erkennen können? Welche Freiheit bleibt, wenn das Wahrgenommenwerden zu einer Form der Unterdrückung wird? Verantwortung ist keine moralische Option mehr, sondern ein Akt des Widerstand: gegen das Patriarchat, gegen die Wiederkehr faschistischer Ideologien, gegen die Verweigerung der eigenen Freiheit.
Eigenschaften
- Bei Schlechtwetter geeignet
Eintritt
ab 19,00 €
Webseite der Veranstaltung
https://landestheater-coburg.de/programm/schauspiel/geschlossene-gesellschaftDiese Veranstaltung findet statt
- 13.02.2026 20:00 bis 21:30 Uhr
- 15.02.2026 18:00 bis 19:30 Uhr
- 28.02.2026 20:00 bis 21:30 Uhr
- 01.03.2026 18:00 bis 19:30 Uhr
- 05.03.2026 20:00 bis 21:30 Uhr
- 12.03.2026 20:00 bis 21:30 Uhr